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MuseenKünstlerhausAusstellung

TONSCHNITT - Lisa Huber/Margret Kohler-Heilingsetzer

Ausstellungsdauer bis 29.10.2006

Unterschiedlich in der Wahl der Werkstoffe und Methoden (Ton / Papierschnitt), ist das Thema der Konfrontation in den Arbeiten beider Künstlerinnen existent: So werden zum einen durch die Ton-Kopfserien von Margret Kohler-Heilingsetzer Individualität und Pluralität und zum anderen bei den Papierschnitten von Lisa Huber Abbild und Vision in Beziehung gesetzt.

Lisa Huber arbeitet seit dem Jahr 2004 mit Papierschnitten. Dabei nutzt sie eine Technik, die eine mehrlagig in den Grund gestaffelte, Durchbrüche sowie Licht- und Schattenwirkungen erzeugende Oberflächenstruktur zum Resultat hat. Bei Lisa Hubers Tierdarstellungen geht es um Abbildhaftigkeit und Vision. Keinem forschendem Ansatz zum Thema visueller Wahrnehmung verpflichtet, geht es um die Praxis der Sichtbarmachung einer künstlerischen Vorstellung. Daß sie die naturgetreue Wiedergabe des Tieres nicht interessiert, zeigt sich in ihrer Entscheidung, den Ausgangspunkt künstlerischen Arbeitens bei der Abstraktionsform in Conrad Gesners "Thierbuch" zu nehmen, die von ihr dann dekliniert und weiter schematisiert wird. Die Abwesenheit tierischen Ursprungs und der Verzicht auf die Darstellung von Instinktverhalten, wie sie bereits bei Gesner angelegt ist, ist dabei die Voraussetzung für die affektfreie, "emotionslose", auf das Ornamentale zugespitzte Reduktionsform der Huberschen Papierschnitte.

Margret Kohler-Heilingsetzer zeigt erstmals ihre Tonköpfe, die sie seit dem Jahr 2000 nach Auslandsaufenthalten in Mexiko und Peru in einem work in progress-Projekt gestaltete, in einer großen Installation: ein Schiff mit ca. 400 kleinen Tonköpfen als Metapher für Aufbruch, Neuland, Veränderung, Freiheit, Hoffnung, Untergang, Schiffbruch. Viele Assoziationen werden geweckt - jenseits der ‚Traumschiff-Romantik' unserer Medien, die kaum eine ernst zunehmende Annäherung an fremde Länder und Kulturen darstellt. Die kleinen Köpfe sind Symbole für die Individualität jedes Menschen: Unverwechselbarkeit, Einzelschicksal unserer pluralistischen, globalisierten Gesellschaft. Zur Installation zeigt Margret Kohler-Heilingsetzer neue Fotoarbeiten und Grafiken.


Mehr dazu auf www.k-haus.at

Quelle Presseinformation/Margret Kohler-Heilingsetzer
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