

| KünstlerInnen | Margit Krammer |
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Margit KrammerNotiz zu Zeichnungen von Margit KrammerVon Birgit Schwaner Schuhe, Blüten, Lippen, Tropfen, Köpfe. Bäume, geträumt, mit Laub aus schneeweißen Wolken. Kleine Häuser mit schiefen Dächern, und Fenstern wie Augen, ohne Mund. Rote, geschlossene Lippen, die fallen. Wie Blätter. - Das "Wie" ist ein nützliches Wort der Beschreibung. Ein Scharnier für übereinander gefallene Bilder, Eindrücke. Die zu etwas Neuem verschmolzen sind. Einem neuen Bild, Einem weiteren, letztlich unauflösbaren Rätsel - als das, genau besehen, jede geglückte Metapher übrig bleibt. Und weiter zu denken gibt. Metapher - das Wort kommt vom griechischen "metaphora" und bedeutet auf Deutsch "Übertragung". Salopp gesagt, geht es dabei um die Verbindung zweier sprachlicher "Bilder", Begriffe. Die einander erweitern - indem sie zusammengezogen werden. Eine Verdichtung. Und wesentliche Technik der Literatur. Besonders der Lyrik. Die Augen der Häuser. Gedankentropfen. Propellerblüte. Lippenblatt und Wolkenbaum … Margit Krammers Zeichnungen könnte man gut als poetische Bilder beschreiben. Nicht unbedingt, weil sich die Künstlerin, wie sie sagt, gern von "Literarischem" anregen lässt, um "meine eigene Bildwelt entstehen zu lassen. Bilder im Kopf, Erinnerungsbilder, Traumbilder, Innenschau, Gedankengebilde, die kein reales Auge brauchen." Vielmehr erinnert die lakonische Verknappung und Konzentration, die in diesem auf den ersten Blick so heiteren Zeichnungen geschieht, an die Form der Metapher. Wo ständig vertauscht wird um sichtbar zu machen. Zum Beispiel Menschen und Häuser….. Margit Krammer ist eine Meisterin der Vereinfachung. Mit wenigen, hell leuchtenden Farben (Pastellkreide, Buntstift) und wenigen, oft wiederholten Motiven gelingen ihr Zeichnungen, die in ihrer Aussage so simpel wie vertrackt sind, so klar wie rätselhaft, deutlich wie absurd, heiter wie tragikomisch. Jede eine auch piktogrammatische Zusammenfassung eines Gedankens … der eben ins Bild gerückt wurde. Und oft über die schwarze "Rahmen-Linie" hinaus will, als sei das Gezeichnete nur ein Ausschnitt der Welt, die weiter reicht … bis zu uns…. Birgit Schwaner ist Autorin und Kulturjournalistin und lebt in Wien. Biografie Geboren in Graz. Studium der Bühnengestaltung an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz, Magistra artium. Besuch von Klassen für Cartoon, Illustration und Zeichnung an der Internationalen Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg. Mehrere Bühnenarbeiten für Theater, Kabarett und Kleinkunst, gleichzeitig Tätigkeit als Cartoonistin und Illustratorin. Ab 1992 lebt Margit Krammer in Wien - es entstehen ihre "freien" Zeichnungen in Kreide und Farbstift auf Papier. Einzelausstellungen (Auswahl) GALERIE VOR ORT, Wien 2009 | Fotogalerie Privatklinik, Graz - Ragnitz, Graz 2009 Galerie 73, Wien 2008 Atelier Walter WITTMANN, Wien 2007 | Fotogalerie Galerie Kammerer, Graz 2004 metall & form, Heidelberg, 2002 KUNSTmagazin, Galerie Hell, Bruck an der Mur 2001 Galerie Club Alpha, Wien 2001 Presseclub Concordia, Wien 2000, gemeinsam mit Friederike Mayröcker, Texte Galerie-Artothek "Alte Schmiede", Wien 1998, gemeinsam mit Helmut Eisendle, Texte Gruppenausstellungen (Auswahl) kleine galerie, Wien 2009 Q202, Atelier-Rundgang, Wien 2009 | Fotogalerie Forum für Kunst, Heidelberg, 2006 Galerie Exner, Wien, 2006 Literaturhaus Wien, 2004, gemeinsam mit Bodo Hell, Texte Forum für Kunst, Heidelberg 2003 Auszeichnungen Kunst für Menschen in Not, 2008 Joseph Binder Award 1996 Kunst & Kunst & Kunst 1993 Ankäufe Ankauf der Stadt Bruck a.d.Mur 2006 Ankäufe der Oesterreichischen Nationalbank 2004 Förderung des Landes Steiermark 2002 Ankäufe der Stadt Wien 1998 Atelierförderung der Stadt Graz 1990 Zum Seitenanfang |
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